elektromagnetische Wellen (Hochfrequenz)

elektromagnetische Welle

Bei elektromagnetischen Wellen ist das elektrische und das magnetische Feld miteinander gekoppelt. Hochfrequente Wellen breiten sich drahtlos im Raum mit Lichtgeschwindigkeit aus. Die Einheit der Strahlungsdichte (S) ist Watt pro Quadratmeter (W/m²), die elektrische Feldstärke (E) Volt pro Meter (V/m), die magnetische Feldstärke (H) Ampere pro Meter (A/m).

Seit den dreißiger Jahren wird "elektromagnetische Strahlung" (HF) für die Übertragung von Nachrichten als Funkwellen benutzt. Mit zunehmender Frequenz verhalten sich Funkwellen in Reflexion, Beugung u. Streuung wie Licht.

Die Höhe der Strahlungsdichte oder Feldstärke ist abhängig von Art, Aufbau, Ausrichtung und Leistung der Sender, Reflexionen der Strahlung, dem Abstand zum Feldverursacher, den Umwelt -, Landschafts - u. Wettergegebenheiten. Die Dämpfung in Gebäuden ist abhängig  von der Art der verwendeten Baustoffe und Aufbau des Baukörpers.

In Deutschland sind weit mehr als 260.000 große und etwa 2 Millionen kleinere Mobilfunk-Sendeanlagen installiert. GSM, UMTS, WiMAX, LTE, WLAN-Netze und TETRA.

Hinzu kommen nahezu 50 Millionen Sendeanlagen in Wohnungen und 108 Millionen Mobiltelefone. Viele dieser Geräte überschreiten die Grenzwerte der 26. BImSchV., auch "strahlungsarme" DECT-Telefone.

Die Umwandlung elektromagnetischer Wellen in Wärme ist zur Zeit der einzige Wirkmechanismus der weltweit wissenschaftlich anerkannt wird. Trotz hunderter Arbeiten und Ergebnisse unabhängiger Wissenschaftler wie: EEG-Effekte, Öffnung der Blut-Hirn-Schranke, Krebs bei Mäusen, Ratten, Affen und Menschen, DNA -Brüchen, Leukämie, Hirntumoren, steigender Blutdruck, Tinnitus und Schlafstörungen.

Bisher fehlt der wissenschaftliche Beweis, dass es keinen nichtthermischen Effekt gibt.

Baubiologische Richtwerte SBM-2015
für Schlaf-u. Ruhebereiche
elektromagnetische Wellen (Hochfrequenz)
Strahlungsdichte in Mikrowatt pro Quadratmeter µW/m² unauffällig
<0,1
schwach auffällig
0,1-10
stark auffällig
10-1000
extrem auffällig
>1000
Werte gelten für einzelne Funkdienste, z.B. GSM (D-/E-Netze) UMTS, TETRA, LTE, WiMAX, Radio, Fernsehen, WLAN, DECT Bluetooth.... Angaben beziehen sich auf Spitzenwerte. Richtwerte gelten nicht für rotierendes Radar.
Kritischere Funkwellen wie z.B. gepulste bzw. periodische Signale (Mobilfunk GSM, TETRA, DECT, WlAN, digitaler Rundfunk...) und Breitbandtechniken mit gepulsten Anteilen/Strukturen (UMTS, LTE...) sollten speziell bei stärkeren Auffälligkeiten empfindlicher und weniger kritische wie z.B. ungepulste bzw. nichtperiodische Signale (UKW, Kurz-, Mittel-, Langwelle, analoger Rundfunk...) speziell bei schwächeren Auffälligkeiten großzügiger bewertet werden.
Ehemalige baubiologische Funkwellen-Richtwerte SBM 2003: gepulst < 0,1 keine, 0,1-5 schwache, 5-100 starke, > 100 µW/m² extreme Anomalie, ungepulst < 1 keine, 1-50 schwache, 50-1000 starke, > 1000 µW/m² extreme Anomalie.
DIN/VDE0848: Arbeit bis 100.000.000 µW/m²; Bevölkerung: bis 10.000.000 µW/m², BImSchV: bis 10.000.000 µW/m²; Mobilfunk: Schweiz bis 100.000 µW/m², Salzburger Resolution / Ärztekammer: 1000 µW/m²; Bioinitiative: 1000 µW/m² außen, EU-Parlament STOA: 100 µW/m² bis 100.000 µW/m²; Salzburg: 10 µW/m² außen, 1 µW/m² innen, EEG-, Immunstörung: 1000 µW/m², Handyfunktion: <0,001 µW/m², Natur: <0,000.001 µW/m²
Grenzwerte Richtwerte und Empfehlungen
Strahlungsdichte in Mikrowatt pro Quadratmeter     µW/m²     
26.BimSchV für UMTS 2000 MHz Deutschland (1997) ICNIRP 10.000.000
26. BimSchV für GSM 1800 MHz Deutschland (1997) ICNIRP 9.000.000
26.BimSchV für GSM 900 MHz Deutschland (1997) ICNIRP 4.500.000
Italien, China, Russland für die Summe aller Anlagen 100.000
Schweiz GSM 1800 (Anlagengrenzwert)"Vorsorgewert" 95.000
Schweiz GSM 900 (Anlagengrenzwert) (Bund) 42.000
Grenzwert Italien im Freien (alle relevanten Anlagen) 95.000
Grenzwert Brüssel im Freien (0,1 MHz-300Ghz) GSM 900 24.000
GSM 1800 47.000
UMTS 54.250
Grenzwert Südtirol, gültig im Freien, städtisch / ländlich24.000 / 2.650
Ecolog-Institut Hannover (2000) 10.000
Veränderungen im EEG, (Dr. L.v. Klitzing1.000
Calcium-Ionen Veränderung in der Zelle (Schwarz u.a. 1990900
Wirkung auf Nervenzellen bei Vögeln u. Insekten (Semm)400
Störungen an der Zellmembran (Martinelli)200
Europäisches Parlament, Wissenschaftsdirektion STOA (2001)100
Salzburg, Summe aller GSM außen (2002)10
Salzburg, Summe aller GSM innen (2002)1
Konzessionsbedingte Mindestversorgung für GSM 900 (Schweiz)0,000.084
Konzessionsbedingte Mindestversorgung für GSM 1800 (Schweiz)0,000.334
Mobilfunk - Handy in Kopfnähe (Maes, Mierau 1994 - 2002)<10.000.000
Mobilfunk - Handy in 1 m Entfernung (Maes, Mierau 1994 - 2002)10.000 - 1.000.000
DECT - Basisstation in 3 m Entfernung (Maes 1996 - 2002) 1.000 - 4.000
DECT-Basisstation in 30-50 cm Entfernung (Maes 1996 - 2002) >100.000

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