elektrische Gleichfelder

Die Vorgänge beim Auftreten elektrostatischer Aufladungen sind im Detail bis heute noch umstritten. Allerdings haben die Kenntnisse bei der Erforschung der Halbleiter deutlich zu einem heute weitgehend akzeptierten Erklärungsmodell geführt, was hier nicht weiter erläutert werden soll.
Fest steht dass durch Reibung von "Isolatoren" (Wolle, Seide, die meisten Synthetik -u. Kunststoffmaterialien) unterschiedliche Austrittsenergie entsteht. Das zeigt sich z.B. beim schnellen Ausziehen eines Wollpullovers oder der Synthetik-Kleidung wo bereits die Überschlagspannung der Luft überschritten wird und daher eine knisternde Funkenentladung entsteht. Dieser Effekt kann in der Nähe von flüssigen und gasförmigen brennbaren Stoffen besonders gefährlich werden.

Elektrostatik entsteht durch elektrische Gleichspannung an Kunststoffoberflächen, Synthetikfasern (Teppiche, Gardinen, Tapeten, Möbel, Lacke, Schaumgummi, Plexiglas etc.) und an Bildschirmen (z.B. Fernseher, Computermonitore) sogar auf Brillengläsern. Es wird auch von elektrostatischen Ladungen gesprochen oder kurz von Elektrostatik. Die Feldstärke der Elektrischen Gleichfelder wird in Volt pro Meter (V/m) gemessen.

Die Feldstärke nimmt zu oder ab mit der Höhe der Oberflächenspannung des aufgeladenen Materials oder das Bildschirmes, der Beschaffenheit der Umgebung, der Leitfähigkeit von Baumasse (Böden, Wände) und Luft (Luftfeuchte), der Leitfähigkeit und Art der Materialien, durch Reibung und ausreichenden Abstand.

Im Organismus werden künstliche Ladungsumverteilungen, Ströme und Spannungsabfälle provoziert. Der Körper wird durch Elektrostatik "unter Spannung" gesetzt und entlädt sich dann an besser geerdeten Metallteilen wie Türklinken, Geländern, Pflanzen oder Menschen schockartig, teilweise mit schmerzhaften Schlägen, was im Dunklen auch als Funkenschlag zu sehen ist. Bei derart deutlichen Entladungen ist man schon mit mehreren tausend Volt aufgeladen.

In der Natur gibt es Luftelektrizität, die je nach Wetter und Umgebung, zwischen einigen zehn und einigen hundert Volt pro Meter (V/m) gemessen werden kann. Unsere Atemluft ist elektrisch geladen und unser Körper natürlichen Elektrischen Gleichspannungen ausgesetzt. Das Leben ist vom ausgeglichenen Verhältnis positiver u. negativer Luftionen abhängig, wobei ein Überschuss an negativ geladenen Sauerstoffionen sich wohltuend auf unsere Gesundheit auswirkt.

Um eine Verladung der Raumluft durch positive Großionen zu vermeiden, müssen wir Kunststoffe und Materialien vermeiden, die sich elektrostatisch aufladen können.

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Baubiologische Richtwerte SBM-2015
für Schlaf-u. Ruhebereiche
elektrische Gleichfelder (Elektrostatik)
Oberflächen-spannung in Volt V unauffällig
<100
schwach auffällig
100-500
stark auffällig
500-1000
extrem auffällig
>1000
Entladezeit in Sekunden S <10 10-20 20-30 >30
Werte gelten für auffällige Materialien und Geräte in Körpernähe und/oder für raumdominierende Flächen bei ~ 50 % r.F.
TCO: 500 V; Schäden an Elektronik, Computerbausteinen: ab 100 V; schmerzhafte Schläge und Funken: ab 2000 - 3000 V, Synthetikmaterialien, Kunststoffbeschichtungen: bis 10.000 V, Kunststoffböden, Laminate: bis 20.000 V, Fernsehbildschirme: bis 30.000 V, Natur: <100 V

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Das Raumklima und die Luftelektrizität wird durch Elektrostatik nachhaltig verändert, die Luftionisation massiv gestört, Feinstaub wird angezogen oder verwirbelt. Von der Veränderung des Raumklimas durch Elektrostatik werden besonders Allergiker und Asthmatiker betroffen.

statische Entladung


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